Walt Disney World Halbmarathon 2008 mit dem WDWorld-Runner

Heigh-Ho,

hier möchte ich Euch an meinen Erlebnissen rund um meinen ersten Halbmarathon teilhaben lassen. Wie es sich gehört für einen Bekloppten muss das dann auch noch bei Disney sein.

Walt Disney World Halbmarathon in Florida
Von EPCOT zum Magic Kingdom und wieder zurück zu EPCOT.

Ich hoffe, dass Ihr ein wenig Spaß beim Lesen haben werdet.

Euer Runner

Info:
Die im Bericht gezeigten Satellitenbilder unterliegen dem Lizenz- und Urheberrecht von Google.

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10. Januar 2008 (Donnerstag, später Nachmittag)

17:00 – Vor der großen Quälerei
Wagen haben wir abgeholt, schöner Toyota Rav4, rauf auf die Interstate und ab zum WWOS (Disney’s Wide World Of Sports), denn dort bekommen wir unsere Startunterlagen.
Aufgrund der guten Ausschilderung ist der Weg dorthin ein Klacks. Und wie immer gibt es auch hier genügend Parkplätze, so dass wir relativ schnell auf dem Fussweg zum entsprechenden Gebäude sind, wo wir unsere Unterlagen abholen können. Schilder weisen uns den Weg, so dass wir erst die Sachen für den 5 Kilometer am morgigen Freitag abholen und danach erst die für den Halbmarathon.

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The Milkhouse – Dort findet die „Disney Healt & Fitness Expo“ statt

Da ich bereits im Vorfeld meine Startnummer nach Hause geschickt bekam, gehen wir direkt ins „Milkhouse“ und stellen uns an den Schalter mit dem Startnummernbereich in den meine Nummer fällt. Auch dort mal wieder kürzeste Wartezeit und schon habe ich meine Startnummer, die ich mir am Tag des Laufs ans Trikot heften muss. Nun noch den Jubiläums-Pin abholen, den ich bei der Anmeldung gleich mit geordert hatte. Auch an dem Stand geht es wieder richtig schnell. Name genannt und schon hab ich ihn.

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Der Jubiläums-Pin

Und nun? Achja, ein Trikot gibt es ja auch noch. Was da nicht alles im Startpreis von knapp $120,- mit enthalten ist? Nur wo kann ich mir das abholen? Eine Treppe runter? Okay, kein Problem. Somit geht es jetzt direkt zur Marathonmesse, wo man zu guten Preisen vieles was mit dem laufen und dem ganzen Drumherum käuflich erwerben kann. An einer Stirnwand der Halle stehen Tische an denen ich mir das Lauftrikot abholen kann, gegen Abgabe der unterzeichneten Erklärung, dass ich Disney von allem frei spreche, ihnen meinen Erstgeboren überlasse und jährlich eine Waschmaschine nebst Trockner erwerben muss. Jemand Interesse an ’ner Waschmaschine?

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Ein kleiner Überblick über die Expo

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Und dies ist das erwähnte Lauftrikot, mit den 4 Parklogos am linken Ärmel.

Nun habe ich alles um am Samstagmorgen die 13,1 Meilen unter die Schuhe zu nehmen. Jetzt können wir ja endlich ins Pop Century um einzuchecken.

11. Januar 2008 (Freitagmorgen )
5 Kilometer durch den Dschungel von Walt Disney Königreich der Tiere

12. Januar 2008 (Samstagmorgen )

2:30 Uhr – Vorgeplänkel
Alles was auch nur Geräusche machen kann, macht Geräusche. Wer zum Henker noch mal hat den Wecker so früh gestellt? :motz Okay, ich selber. Und warum? Nur um mich mit 16.000 anderen „Verrückten“ 13,1 Meilen durch die Walt Disney World zu „quälen“? Ich kann ja auch einfach liegenbleiben. Schön die Decke bis zum Kinn hochziehen, mich umdrehen und einfach weiterschlafen. Ich probiere es mal. Ahhhhhh schöööön. …… Was ist das? Verdammtes Telefon. „Guten Morgen Mickey, ja ich bin wach und freue mich auf den Lauf. Danke.“ Grrrrr Na gut, dann stehe ich auf und wecke erstmal meine Lebensgeister unter der Dusche. Laufklamotten hatte ich mir ja schon am Abend vorher zurecht gelegt, so dass ich nichts mehr groß suchen muss und recht schnell „abmarschbereit“ bin. Stopp, was ist mit Frühstück? Ein halber Bagel mit Honig geht grad noch. So, alle fertig. Dann mal los zum Bus. Kaum das wir aus dem Zimmer raus, sehen wir auch schon, dass wir um diese frühe Uhrzeit nicht alleine sind. Und alles zieht es nach vorne zum Haupteingang, denn dort stehen die Busse bereit. Und da zeigt sich mal wieder die gute Organisation bei Disney. Kaum das wir um die Ecke biegen sehen wir schon 4 Busse mit laufendem Motor stehen, die nur darauf warten das wir Läufer und Begleiter einsteigen. Alle drin und los geht. Weitere Busse kommen uns auf unserem Weg zum Parkplatz vom EPCOT-Center entgegen. Laut den offiziellen Unterlagen fährt der letzte Bus um 4:00 Uhr ab. Wir haben es jetzt 3:45 Uhr, passt also.

4:00 Uhr – EPCOT Family Reunion Area
Schon während der Fahrt wird die Vorfreude und Aufregung immer größer. Was wird mich erwarten? Werde ich die Strecke überhaupt schaffen? Klar, immer positiv denken und nun erstmal raus aus dem Bus. Hier auf dem EPCOT-Parkplatz ist die „Family Reunion Area“ wo man später sich mit seinen Begleitern, Freunden und Familien wieder treffen kann. Dorthin dürfen nämlich auch die Nichtteilnehmer. Für Stimmung sorgt um diese frühe Uhrzeit schon eine Liveband die aktuelle Songs aus den Charts aber auch alte Klassiker spielt. Sie sorgen auf alle Fälle dafür, dass man so richtig gut drauf ist. Mir geht es zumindest so. In diesem Bereich gibt es auch VIP-Zelte, in denen man sich auch mit den Disneyfiguren fotografieren lassen kann. Mir reicht es aber so schon, die ganze tolle Atmosphäre mitzubekommen.
Am auffälligsten hier sind noch die großen Zelte in denen man seine Wäschebeutel abgeben kann, diese Zelte dienen auch gleichzeitig als Durchgang zum Startbereich wo dann nur noch die Teilnehmer hin dürfen. Sagte ich gerade, dass diese Zelte am auffälligsten sind? Das stimmt nicht ganz, noch auffälliger sind die Massen von „Dixie“-Toiletten vor denen auch schon eine Menge Leute schön hintereinander stehend warten. Es fehlen nur noch Schilder auf denen ersichtlich ist, wie lange von diesem Punkt aus man noch warten muss. Oder habe ich die übersehen?

Neben der Band sorgen auch noch die „Soldaten“ aus Toy Story für Zerstreuung. Viele lassen sich mit ihnen fotografieren und bekommen noch den ein oder anderen wohlgemeinten Spruch mit auf den Weg. Bei uns ist es nun soweit, dass sich die Wege von Michy und mir trennen. Sie schultert die Kamera und macht sich auf den Weg ins Magic Kingdom und ich durchschreite die Schleuse durch die Zelte um mich rechtzeitig genug am Start einzufinden.

5:00 Uhr – Startbereich
Mittlerweile haben wir es 5:00 Uhr und ich trotte mit einer ganzen Menge anderer Verrückter vom Parkplatz des EPCOT-Centers zum Startbereich, der sich auf einer der Zufahrtsstrassen zum Park befindet.
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Schon von weitem hören wir, dass es dort nicht unbedingt leise zugeht. Man könnte auch sagen, dass dort ein Höllenlärm vorherrscht. Allerdings ist das Lärm, der für die richtige Stimmung sorgt. Musik, rockig und richtig laut, sehr gut passend um den alten Kumpel Körper auf das Unweigerliche vorzuwärmen, nur unterbrochen durch die beiden Moderatoren die sich abwechselnd die Bälle zu werfen und auch noch für gute Unterhaltung unter uns Läufern sorgen.
Auch hier treffe ich wieder auf Fotografen die einen schon fast „zwingen“, dass man diese Verrücktheit für die Nachwelt festhält. Das lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Fotos bei Disney sind ja schon fast Pflicht, auch am Samstagmorgen um kurz vor halb 6:00 Uhr. Bin gespannt, wie müde ich noch aussehe.
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So, nachdem das auch erledigt ist, muss ich mal schauen, wo ich mich die letzte halbe Stunde noch vergnügen darf. Mit Ausgabe der Startunterlagen bekam ich auch die Info, wo ich mich im Startbereich einzufinden habe. Da ich als Zielzeit 3 Stunden (Maximum ist 3,5 h) angegeben hatte, muss ich natürlich aus dem letzten Abschnitt („Corral F“) und dort auch noch mit in der letzten Gruppe („Wave 3“) starten, grummel. Egal, für mich zählt nur, dass ich jetzt dabei bin und ich unbeschadet im Ziel ankomme. Um kurz vor 6:00 Uhr erhebt sich für jeden verständlich (weil über Lautsprecher) ein Stimme und setzt zur obligatorischen Nationalhymne an. Und genauso wie auch vorm Start beim gestrigen 5 Kilometerlauf durchs Animal Kingdom bekomme ich auch hier eine Gänsehaut, wenn knapp 16.000 Leute in den Gesang mit einstimmen. Einfach klasse. Endlich geht es los. Wie eine Herde junger Pferde scharren schon alle mit den Hufen. „Macht das Tor auf, wir wollen los!“ [EDIT: Korrigiert. ]

6:00 Uhr Die Herde wird unruhig
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Schon erklingt der Countdown in Person von Mickey Mouse durchgesagt: „10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1 „ ——- und —– nichts. Keiner läuft los. War nur ein Probecountdown um zu testen ob alle wach sind. Super, ganz toll. Grrrrr. Warum rege ich mich eigentlich auf? Ich bin ja eh erst im dritten und letzten Läuferschwung dabei. Cool down, ganz locker. Okay, nun geht’s aber wirklich los. Von 10 auf 0 wird runtergezählt, wobei jede Zahl mit einer Feuerfontäne noch verstärkt wird. Und bei Null erklingt der Startschuß und der halbe Startbereich geht in einem Meer von Feuerwerk unter.
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Geil. Einfach nur toll. So, die erste Gruppe ist los. Um 6:15 Uhr wird die nächste Gruppe auf die Reise geschickt, natürlich auch mit einem eigenen Countdown und eigenem Startfeuerwerk. Und jetzt sind wir dran. Es ist 6:30 Uhr und wir dürfen endlich los. Und auch wir bekommen unseren eigenen Countdown mit Feuerwerk.
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6:30 Uhr Hopp, hopp, hopp, im Schweinsgalopp
An Laufen ist erstmal nicht zu denken. Die ersten 2 Minuten wird gegangen, bis sich die Meute etwas entzerrt hat. Aber jetzt darf gelaufen werden. Das hätte ich mir vorher auch nicht träumen lassen, dass ich mal im Dunkeln ab 6:30 Uhr auf Disneystrassen laufend das Königreich der Maus erkunde.

Ab jetzt werde ich die Zeitangaben hinter mich lassen und einfach mit dem Erlebten weitermachen.
Kaum aus der ersten kleinen Kurve raus, geht es auch schon ansteigend hoch zur Abfahrt auf die Stateroad. Hoch zur Abfahrt? Spinnt der? Nein, vom Start aus überqueren wir erst die SR um dann in einer 270 Grad Linkskurve selbige zu betreten. Wir sind auf dem Weg zum Magic Kingdom, bzw. sind wir auf dem Rückweg, denn die Laufstrecke befindet sich entgegen der normalen Fahrtrichtung. Verwirrend, oder?
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Die aktuelle vergangene Meile wird immer schön angezeigt.

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Ein Satellitenbild der aktuellen Meile 1 ( © Google)

Kurz nach Meile 1 kommt auch schon der erste Verpflegungsstand. Es wird Wasser und Powerrade gereicht. Damit ich gar nicht erst durch eventuell zu großem Flüssigkeitsmangel nachher Probleme bekomme greife ich zu jeweils einem Becher Wasser und Powerrade. Prost!
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Nun geht es zügig weiter immer der Maus entgegen. Dadurch, dass sich die Menge noch nicht weit genug zerlaufen hat, ist es auf der Strecke noch ziemlich eng und so weichen wir auf den extra mit orange-weißen Absperr-„Hütchen“ abgesperrten Bereich aus, der für die Läufer reserviert ist, die sich bereits auf dem Rückweg befinden. Hallo? Rückweg? Jetzt schon, ich bin doch gerade erst losgelaufen? Okay, wenn die das meinen. Mal sehen wann die ersten uns entgegen kommen.
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Teilweise Slalom laufend um Walker und Läufer die langsamer sind setzte ich meinen Weg unbeirrt fort. Schon kommt das Schild „Mile 2“ in Sichtweite. Na, das läuft ja alles sehr gut. Die Stimmung ist weiterhin hervorragend, da am Strassenrand immer wieder Personen/Gruppen sind die uns Läufer anfeuern, sei es in lustiger Aufmachung mit Dingen die einen Höllenlärm machen (Rasseln usw) oder auch Luftgitarre spielend zu Rockmusik aus der eigens mitgebrachten Musikanlage. Hmm, eigentlich ist es gar nicht kalt, aber ich habe immer noch eine Gänsehaut.. Das liegt dann wohl doch nicht an der Temperatur.

Zu den Verpflegungsständen sei noch gesagt, dass die Getränke in Plastikbechern ausgegeben werden. Diese werden dann nach dem „Genuss“ des Getränks an den Straßenrand geworfen, das ist nun mal so üblich bei solchen Veranstaltungen. Nun würden sich ja Unmengen von diesen Bechern in der Nähe der Verpflegungsstände türmen. Aber Disney wäre ja nicht Disney, wenn es auch dafür gleich eine Lösung gibt. Mehrere Meter nach den Ständen stehen massenhaft Mülleimer bereit und dazu gesellen sich auch noch Helfer die mit Greifzange und Müllsack bereitstehen und die gebrauchten Becher gleich aufsammeln. Etwas vorweggenommen, aber auf dem Rückweg waren von den Massen an leeren Bechern nichts mehr zu sehen. Kann ja sein, dass es bei Massenveranstaltungen dieser Größe eh so üblich ist und gar nichts mit Disney zu tun hat, aber mit hat es auf alles Fälle beeindruckt. Wenn ich teilweise sehe, wie es bei Volksläufen in Deutschland hinterher noch aussieht. Egal, weiter im Text, ähhh, Lauf.

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Auch hier wieder im Vorbeilaufen das Schild der Meile 2

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Ein Satellitenbild der aktuellen Meile 2 ( © Google)

Meile 2 ist gerade vorbei als wir von einem entgegenkommenden Radfahrer wieder auf die normale Laufstrecke zurückgeschickt werden. Warum das? Kurze Zeit später sehe ich auch warum, es kommt uns ein Wagen mit Warnblinker entgegen, noch habe ich keine Ahnung warum, wieso und weshalb. Als ich den Wagen passiere habe ich die Antwort. Der erste Läufer kommt uns bereits entgegen. Halloooo! Ich habe man gerade Meile 2 hinter mir und der ist schon fast im Ziel. Na gut, dann mal viel Spaß weiterhin, und wech isser. Läufer 2, 3, 4, und 5 lassen auch nicht lange auf sich warten. Somit hat sich der Kreis geschlossen, jetzt kommen uns immer mehr Läufer entgegen, die sich bereits auf dem Rückweg befinden.
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Dieses ist allerdings die erste Frau die uns entgegenkommt. Nicht die auf dem Rad, sondern die Läuferin dahinter.

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Ein Satellitenbild der aktuellen Meile 3 ( © Google)

Damit Michy ungefähr weiß, wann ich im Magic Kingdom ankomme, habe ich mein Handy dabei. Und prompt klingelt es auch. Sie möchte nur wissen, wie weit ich denn schon bin. Nach einem ganz kurzen Plausch geht es unbeirrt weiter dem Magic Kingdom entgegen. Plötzlich höre ich wieder ein Handy klingeln, hmm, nee ist nicht meins. Vor mir greift eine Läuferin in die Tasche und zieht ein Telefon hervor, im selben Augenblick kommt seitlich von mir der laute Kommentar eines Läufers „Little Ceasars calling“. Die Lacher hatte der Gute auf seiner Seite. Nun passieren wir den Walt Disney World Speedway. Mittlerweile hatten wir auch schon den nächsten Getränkestand hinter uns und auch da habe ich wieder ausreichend zugegriffen, aber natürlich habe ich es nicht übertrieben. Ich muss ja immerhin noch ein wenig Laufen.

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Ein Satellitenbild der aktuellen Meile 4 ( © Google)

Mittlerweile sind wir mitten in Meile 4, als wir am WDW Speedway vorbei sind und scharf nach rechts abbiegen und direkt auf den Parkplatz des Magic Kingdoms bzw. des TTCs zusteuern. Auf dem Parkplatz teilt sich plötzlich die Laufstrecke in zwei Bahnen auf. Gut, ich nehme dann mal die rechte Bahn. Ahaaa, abhängig davon, welche Strecke man jetzt gewählt hat, hört man andere Musik. Bei mir ist es mehr ruhigere und auf der andere Seite eher Hardrock. Auch nicht schlecht, wieder ein nettes Goodie das den Lauf ein wenig auflockert. Vor mir laufen zwei männliche Läufer, Vater und Sohn. Woher will ich das denn wissen? Die beiden haben hinten auf ihren Shirts „starting fee 95$, running shoes 70$, running with my dad/son payless“ stehen. Mit solchen Sprüchen auf den Shirts laufen eine Menge rum. Von Läufern in kompletten Kostümen brauche ich gar nicht er zu reden. Ob es Prinzessinnen sind, oder Tigger oder Flamingos, auch Superman mit Cape ist dabei.

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Die aktuelle Meile 5 ( © Google)

Nachdem wir alle jetzt wieder auf einer Strecke sind, geht es auf direktem Weg zum Ticket & Transportation Center (TTC).
Schon von weitem ist die anfeuernde Menge zu hören, so dass man gewillt ist einen „Zahn“ zuzulegen. Der ein oder die andere macht das auch, allerdings aus einem ganz einfachen und natürlichen Grund. Beim TTC gibt es Toiletten. Und wie auch bei jedem der auf der Strecke sich befindlichen Dixie-WCs ist auch hier die Schlange der Läufer(innen) vor den Toiletten nicht zu verachten. Die Monorails lassen wir links liegen und verschwinden in den hinteren Bereich des TTCs um uns jetzt auf den Weg Richtung Contemporary Resort zu machen. Vom gestrigen Frühstück in eben jenem Hotel ist mir noch der Weg dorthin vertraut und besonders die Unterführung unterhalb der Monorail die richtig schön knackig ist. Steil abwärts und auch wieder genauso aufwärts. Aber noch bin ich ja nicht da. Erstmal kommt ein kurzer Zwischenstand per Handy, diesmal nicht an die Kamerafrau, sondern nach Deutschland zu Skully, aber darüber hat er ja bereits kurz berichtet. Vorbei an Mrs. Incedrible (nicht wie eine Tag zuvor Mr. Incredible) sehe ich die Unterführung und bin auch schon auf dem Weg runter, immer wieder abbremsend und nun hopp hopp wieder hoch. Aua, das zieht ganz gut in den Beinen. Und dort höre ich zum ersten und auch einzigen Mal wie ein Amerikaner meinen Namen korrekt ausspricht um mich anzufeuern. Die anderen Male heißt es bei meinen Mitläufern „Go, Debbie, go“ oder auch „Go, Jason, go“ und wenn ich dann ins Blickfeld der Rufenden gerate höre ich mit einem irritierenden Blick auf meinen Namen nur ein „Go, go, go“. Allein der Blick den die Rufenden dabei haben ist alleine schon sehr erheiternd. Aber ich schweife ab.

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Die aktuelle Meile 6 ( © Google)

Weiter geht es Richtung Magic Kingdom. Vorbei am Contemporary Resort und nach einem weiteren Unterlaufen der Monorail biegen wir ganz scharf links ab um durch einen Seiteneingang ins Magic Kingdom zu gelangen. Vorbei an den wohlwollenden bzw. eher mitleidigenden Blicken vom Security Personal („Ey, Du könntest auch ruhig ein paar Runden laufen vertragen.“, denkt sich so der Runner) laufen wir nun unter der MK Railroad durch um so den Park durch einen Hintereingang zu betreten. Und jetzt wird es richtig laut, denn an der Town Square Exposition Hall vorbei kommen wir nun direkt auf den Hauptplatz in der Main Street zu um dann rechts Richtung Schloss weiter zu laufen. Die gesamte Mainstreet (bis auf den abgesperrten Bereich für die Läufer) ist mit Menschen gefüllt die einen Höllenlärm veranstalten. Die Menge steht und brüllt auf der linken Seite, wenn man aufs Schloss schaut und wir Läufer passieren die Mainstreet dementsprechend rechts. Nun gilt es für mich die Augen offen zu halten, denn hier wollen Michy und ich uns treffen. Also mal eben flugs direkt an die Absperrseite gewechselt und langsam vorbeitrotten mit Blick in die Menge. Dort ist sie, mit Kamera vorm Gesicht.  Braves Kamerakind. Ein paar Worte gewechselt, ein Küsschen und schon verabschiede ich mich um die restlichen Meilen unter die Schuhe zu nehmen.
Die beginnen nun mit Blick aufs Schloss.

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Das Schloss am Morgen.

Hmm, wenn ich das so sehe, könnt ich ja auch gleich hier bleiben. Warum noch den Weg wieder zurück. Hier gefällt es mir eigentlich ganz gut und bei der Stimmung die hier herrscht, kommt auch keine Langeweile auf. Aber irgendwie piekst mich doch eine innere Stimmung und meint, „Quäl Dich, Du Sau.“, frei geklaut von Udo Bölts. Okay, dann eben nicht hier verweilen  Blöder Udo. Die Strecke führt uns von der Mainstreet rechts rum Richtung Tomorrowland mit Blick auf „Tomorrowland Transit Authority“ (TTA) und „Astro Orbiter“. Es läuft weiterhin gut für mich, trotz des kurzen Zweifelns auf der Mainstreet.
Was ist das, bzw. wer sind denn die? Chip und Dale (A-Hörnchen und B-Hörnchen) tauchen vor mir auf. Begleitet von einer CM stehen sie an der Laufstrecke direkt vor Buzz Lightyear und feuern die Menge an. Das sind die ersten Disney Charaktere die ich nach dem Start sehe. Dieses Mal hat die CM nicht nur eine betreuende Funktion. Kurzerhand drücke ich ihr meine Kamera in die Hand und stelle mich zwischen C&C in Pose.
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Dale, The Runner und Chip.

Dafür stoppt man doch gerne. Nun aber genug getrödelt, weiter geht es, aber nicht ohne noch ein Foto von der „Tomorrowland Band“ vor dem TTA zu machen. Für Stimmung ist wie immer gesorgt.

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The Tomorrowland Band

Vorbei an Stitch’s Great Escape und dem Tomorrowland Indy Speedway geht es weiter Richtung Mickeys Toontown Fair, welches wir aber nicht betreten, denn direkt nach Mad Tea Party (den Teetassen) laufen wir ins Fantasyland, dass auch wie ausgestorben vor uns liegt. Bis auf die tausend Läufer die an diesem Morgen hier durchkommen. Alles nur Läufer und Läuferinnen? Nein, denn bei „The Many Adventures of Winnie the Pooh“ steht doch ein altbekanntes Gesicht das zum dummen alten Bären gehört. Winnie Puuh, mit CM daneben. Okay, auch den nehme ich mit auf in meine Fotoliste.

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Hmm, wer füllt sein Kostüm hier besser aus. Beachtung liegt bitte auf „füllt“.

Zwischen Snow White’s Scary Adventures und Cinderella’s Golden Carrousel erblicken wir das Schloss und die Fairy Godmother. Die Dame lasse ich aber links, ähh nee, die steht ja rechts von mir, liegen, da ich ja auch noch eine ziemlich Strecke vor mir und schon genug Zeit vertrödelt habe. Bevor ich allerdings den Schlossdurchgang passiere noch ein kleiner Wink zu Arielle und Eric hinauf. Die beiden winken uns nämlich vom Schlossbalkon aus zu.

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Die nun aktuelle Meile 7 ( © Google)

Unter dem Schloss hindurch geht es jetzt rechts runter und weiter zum Liberty Square. Auch dort herrschen nur wieder die Läufer(innen) und vereinzelt ein paar CMs. Zumindest ist es das was ich sehen kann. Vom Liberty Square geht es jetzt weiter ins Frontierland, vorbei an Country Bear Jamboree und verlassen den öffentlich Parkbereich geradeaus durchs Paradentor. Und wieder mal ein Einblick hinter die Kulissen vom Magischen Königreich.
Vor einer der Hallen in denen sich die Paradenwagen befinden, sehe ich ein bekanntes Dreadlocks-umhülltes Gesicht. Captain Jack Sparrow mitsamt Mannschaft und Schiff macht uns Läufern ein wenig Dampf. Wäre es dort nicht schon so voll, dann hätte ich auch diese wackeren Piraten zusammen mit mir digital gebannt, aber da dort schon ca. 20-25 Leute warten um ein Foto mit denen zu bekommen, spare ich mir das und ziehe von dannen.
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Ein Foto musste aber trotzdem noch sein.

Da es immer wärmer wird, kommt mir die jetzige Verpflegungsstation ganz gelegen. Auch dort greife ich wieder zu Wasser und Powerrade. Hat sich bis jetzt ganz gut bewährt die Kombination. Powerrade für den Körper von innen und das Wasser über den Kopf bzw. direkt in den Nacken. Herrlich erfrischend. Hält aber ja nicht lange vor, das ganze. Egal, mit solchen Kleinigkeiten wird sich hier nicht aufgehalten.

Nachdem wir den Bereich hinter den Kulissen verlasen haben überqueren wir einen kleinen Bach an dem sich die erste, zumindest mir fällt es zum ersten Mal auf, ärztliche Versorgungsstation befindet. Der ein oder andere Läufer bzw. Läuferin hat dort auch Halt gemacht und lässt sich massieren, mit Pflaster versorgen und entspannende Salbe auf die Beine schmieren. Toi, toi, toi bin ich noch verschont geblieben mit irgendwelchen Zipperlein. Noch.

Wenn man jetzt auf das obige Satellitenfoto der Meile 7 schaut befinde ich mich an der obersten Stelle der roten Markierung wo ich jetzt links abbiege um meinen Weg inmitten von Bäumen fortzusetzen.

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Eine weitere Anekdote am Rande. Zwei Walker (Männlein und Weiblein), beide mit MP3-Player bzw. ähnlichem Beschallungsgerät ausgestattet. unterhalten sich, allerdings so lautstark, dass das Gespräch bestimmt auch noch im Magic Kingdom zu hören ist.  Man sollte in solchen Fällen die Stöpsel mal aus den Ohren rausnehmen. Mir fällt auch auf, dass ich doch viele der Teilnehmer, die vor mir gestartet sind mittlerweile überhole und ein nicht geringer Teil von ihnen auch nur noch geht. Und die sehen nicht unbedingt mehr allzu frisch aus. Gut, ich bestimmt auch nicht, aber fühlen tue ich mich noch hervorragend.

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Die Meile 8 im Überblick ( © Google)

Die nächsten beiden Meilen vergehen fast wie im Fluge.
Weiterhin werden wir immer wieder angefeuert von am Streckenrand postierten Zuschauern („Go, Debbie, go“, „Go, Jason, go“, „Go, go, go“)
Als letzte „Figur“ auf der Strecke sehe ich Cruella DeVil und zwar Höhe Grand Floridian Resort.

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Die Meile 9 ( © Google)

So langsam kommt wieder der Walt Disney World Speedway in Sicht und auch die gehenden „Läufer“ werden immer mehr. Da kommt es auch ganz gut, dass an der nächsten Verpflegungsstelle wieder eine ärztliche Versorgung gegeben ist. Dort sind die Massageliegen schon voller. Aber auch hier benötige ich keine ärztliche Hilfe und decke mich wieder mit Getränken ein. Auch hier ist die Stimmung immer noch hervorragend. Da zu beiden Seiten der Strecke die Getränke ausgegeben werden, versuchen sich beide „Lager“ gegenseitig mit dem Anpreisen von Wasser und Powerrade zu überbieten. Und somit läuft man dann mit einem Lächeln im Gesicht weiter. Das ist einfach alles nur klasse und ich fühle mich wieder bestätigt in meinen Gedanken, dass dieses bestimmt nicht mein letzter Lauf hier bei Disney ist.

Aua! Mist, was ist das. Kurz nachdem ich die Stände verlassen habe fängt es in meiner rechten Wade verdächtig an zu zwicken.

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Die Meile 10 mit Kampf ( © Google)

Zu Beginn der Meile 10 meint mein rechtes Bein auf einmal, dass es sich bemerkbar machen müsse um mir zu sagen, dass es so langsam keine Lust mehr hat und ich endlich zum Ende kommen soll. Aber mehr als ein kurzer Anflug eine Verkrampfung war es dann auch nicht. Puuh, Glück gehabt. Das fehlte mir jetzt noch. Ich möchte schon selber darüber entscheiden wann es hier zu Ende ist.  Durch das rumgezicke meines Beins habe ich fast die Benachrichtigung über den Eingang einer neuen SMS übersehen bzw. überhört. Na, dann schauen wir doch mal nach. Eine SMS von Skully mit aufmunternden Worten für den Runner. Und die kommen zu einem richtigen Zeitpunkt. Muss wohl auch mein Bein gehört haben, zumindest ist es wieder ruhig mit dem Geläuf.

Nun mache ich etwas was man nie tun sollte. Ich hole mir am nächsten Verpflegungsstand nicht nur Wasser und Powerrade, sondern auch Powergel. Nahrung in Form von Paste. Na, mal sehen, wie das so schmeckt. Scheußlich süß, fast schon ekelhaft. Bähh, zum Glück habe ich noch was zum Nachspülen behalten. Und das ist jetzt der Grund, dass man so was nie machen sollte? Nein, da ich während meine Trainings in Deutschland und auch bei anderen Laufveranstaltungen diese Gels noch nie probiert habe, kann ich nicht wissen, wie mein Körper auf so was reagiert und deswegen sollte man mit so einem Versuch nicht erst beim Wettkampf anfangen. Muss wohl an der Wärme und den fortschreitenden Meilen liegen, dass ich mich dazu habe hinreißen lassen. Bekloppt, der Typ. Ich scheine das aber trotzdem gut verdaut zu haben.

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Die Meile 11, hier war ich schon mal. ( © Google)

Nun geht es auf die letzten 3,1 Meilen. Da dieses hier jetzt mittlerweile die Strecke ist, die wir auch auf den Hinweg gelaufen sind, weiß ich so ein wenig was kommt und jetzt heißt es wieder, die State Road verlassen und hoch Richtung Epcot. Hmm, wo kommt denn der Superman wieder her. Den hatte ich doch schon mal überholt.

Hier oben nehme ich mir kurz Zeit das ein oder andere Foto von nachfolgenden Läufern die die Steigung noch vor sich haben bzw. Läufer die ich vor mir habe zu schießen.

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Läufer und Weggefährten

 

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So weit das Auge reicht
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Und eine Menge Walker

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Die Läuferschar reißt nicht ab.  Und ich bin nicht letzter.  Auch gut.

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Meine Meile 12 ( © Google)

Die Meile 12 nehme ich jetzt auf mich. Die Euphorie steigt, denn das Ziel EPCOT kommt immer näher. Und wieder vorbei an „DIXI-WCs“, Luftgitarrenspieler und einer Highschool Big Band, erreiche ich eine verhängnisvolle Steigung. Die anfeuernden Tänzer im Baströckchen sind ja noch ganz lustig anzusehen, aber kaum, dass ich an denen vorbei bin sagt jemand etwas weiter tiefer bei mir: „Huhu, ich bin auch noch da und dieses Mal ärgere ich Dich richtig.“ Mist! Mein Bein meint jetzt richtig zu verkrampfen. Grrrr, los weiter. Neee, ist nicht. Ich muss kurz an den Rand gehen und mache mit ausgestrecktem Bein auf der Leitplanke ein paar Dehnübungen. Mit jeder Dehnung bessert sich mein Bein und der Krampf geht vollkommen weg. Trotzdem horche ich danach noch mehr in mich rein und behalte mein Bein im Auge. („Wehe, wag es ja nicht noch mal, Du, du, du…. Bein, Du!“) Da es sich mit der Stelze wieder gelegt hat, laufe ich tapfer an der Versorgungsstation vorbei. Die haben eh schon genug zu tun.
Wer turnt denn da auf einem Gerüst mitten über der Strecke herum? Bauarbeiten? Fernsehen? Nein, Fotografen und zwar die offiziellen. Na, da reißt man doch mal kurzerhand die Arme hoch und macht ein fröhliches Gesicht.

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Immer schön Lächeln. Ist nicht mehr weit.

Nein, weit ist es wirklich nicht mehr. Durch eine scharfe Rechtskurve geht es nun hoch zur letzten Überführung. Die Beine sind natürlich nicht mehr so frisch wie zu Anfang, aber diese Steigung schaffen sie auch noch. Und es kommt die „Kugel“ in Sicht, Spaceship Earth trohnt vor uns. Und auch die Anfeuerungsrufe werden wieder lauter da die Menschenmassen mehr werden. Viele sehe ich schon mit Medaille um den Hals. Na, die habe ich auch gleich. Wartet mal ab.  Meile 13 kommt in Sichtweite.

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Spaceship Earth Meile 13 ( © Google)

Als wir uns auf dem Weg runter zum EPOCT befinden hören wir die Anfeuerungsrufe eines ca. 9-jährigen Mädchens: „Not twenty, not ten, only one mile to go. Come on.“ Und wieder ist es da, das Lachen. Selten so viel Spaß bei einem Lauf gehabt.
Kurz vorher hat Michy mich darüber informiert, dass sie vor EPCOT stehen wird um mich zu filmen. Ich halte schon die Augen offen, da mit ich sie nicht verpasse. Sie erwähnte etwas vom Busparkplatz. Okay, der kommt so langsam in meine Nähe und ich blicke umher. Hmm, nichts zu sehen. Aber zu hören. Lauthals ruft sie mich, stehend auf einer Anhöhe unter den Bäumen mit der Kamera im Anschlag. Fast hätten wir uns verpasst, ich schaffe es aber im Rückwärtslaufen ihr noch zuzuwinken. Und nun rein ins EPCOT-Center.

Wieder durch einen Seiteneingang, (ich lerne eine Menge Seiteneingänge kennen ) laufe ich vorbei an Spaceship Earth, und dabei fast einen Kinderwagen um, weil irgendwelche Hirnis die Laufstrecke mit dem Wagen unerlaubt überqueren wollen. Absperrband hoch und schnell hindurch huschen. Zum Glück werden sie noch rechtzeitig genug zurück gepfiffen von einem Offiziellen, der ihnen auch gleich klarmacht wo sie rüber dürfen.

Ich setze danach meinen Lauf unbeirrt fort und komme auf dem Weg zur World Showcase Lagoon mal wieder an Fotografen vorbei.

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Einmal um das große Blumenbeet vor World Showcase und vorbei an einer Menge von Disney-Charakteren (leider keinen Blick dafür gehabt) geht es nun zurück in Richtung Spaceship Earth.

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Die letzen Yards ( © Google)

Diese Mal aber an der anderen Seite vorbei um durch einen Seitenausgang dem Ziel zuzustreben. Und hier treffe ich sie, mit Gottes Hilfe sollen die letzten Yards geschafft werden, kurz bevor wir den Parkplatz und somit die Zielgerade erreichen schmettert uns ein Gospelchor entsprechende Lieder entgegen. Aber auch die können mich nicht zu einer kleinen Pause überreden, auch wenn es noch so toll klingt. Raus aus dem Park und ab auf die letzten Meter mit einem kleinen Sprint. Soviel Kraft ist doch noch da. Oder war der Gospelchor Schuld? Egal. Schon wieder höre ich meine Namen. Michy hat selber einen Spurt hingelegt um mich noch kurz vorm Ziel zu erwischen. Und auch hier winke ich ihr wieder im Vorbeilaufen zu.

Aber jetzt nur noch Blick nach vorn. Da ist das Zielband mit dem „FINISH“. Die laut rufende Menge die uns Finisher anfeuert höre ich gar nicht. Ich will nur noch dieses Ziel erreichen. Es kommt näher und näher. Rechts noch mal schnell ein „high five“ mit Pluto gemacht und schon bin ich durch und brülle meine ganze Freude heraus. Ich habe es geschafft. Ich habe die 13,1 Meilen hinter mich gebracht. Ja! Ja! Ja!

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Geschafft!!!! Yes, I did it!

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Kurz nach Zieleinlauf stehen auch schon Helfer mit Decken bereit, damit die Läufer nicht auskühlen. Erstmal eine geschnappt und darin eingehüllt. Als nächstes gilt es, sich die Medaille abzuholen. Und auch das klappt wieder wunderbar. Ich bekomme sie um den Hals gehängt und erneut eine Gänsehaut. Was für eine klasse Medaille.

An den folgenden Tischen mit Obst und Getränken kann ich nicht vorbei und decke mich damit ein. Leider erfahre ich später, dass ich doch etwas ruhiger hätte trinken und essen sollen. Denn dann wären mir bestimmt die Magenkrämpfe erspart geblieben.

Als letzte Aktion kommt jetzt noch ein Foto. Dazu stehen nebeneinander mehrere Boxen bereit (ca. 15 Stck.) in denen wir Läufer uns mit unserer Medaille fotografieren lassen können. Das Ergebnis seht ihr hier.

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Ein geschaffter aber glücklicher Runner.

Jetzt gilt es nur noch Michy zu finden. Erstmal durch die großen, Anfangs erwähnten, Zelte hindurch bin ich wieder im Family Reunion Bereich auf dem EPCOT-Parkplatz um dort zu unseren vereinbarten Treffpunkt zu gelangen. Nur das brauche ich gar nicht, denn kaum, dass ich aus dem Zelt raus bin fällt mir jemand um den Hals und lässt mich nicht los. Meine Michy!  Ich bin noch ganz überwältigt von den letzten 2,5 Stunden und grinse nur dümmlich vor mich hin. So nach und nach realisiere ich dann, was ich ganz für mich persönlich geschafft habe.
Ich bin einen Halbmarathon gelaufen und das auch noch in der Walt Disney World in Florida.

I did it!

Meine Zeit

Hier noch ein Blick auf die Ausbeute des Halbmarathons:

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Trikot, Startnummer und die Medaille.
Donald ist das offizielle Maskottchen zum Halbmarathon.

Nun harre ich der Dinge die da kommen und kann es kaum erwarten erneut in der Walt Disney World zu laufen. Zumal es 2009 neue Medaillen gibt.

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